
Das Thermitverfahren ist ein wunderbares Verfahren um Bahngleise an den Schienenstößen, ohne schweres Gerät, zu verschweißen. Hierbei wird eine bestimmte Menge des Stoffes Thermit (dies ist der Handelsname für ein Gemisch aus Eisen (III)-oxid und Aluminiumpulver) in einem Trichter über dem mit Formsand eingeschlossenen Schienenstoß entzündet. Das Aluminium wirkt bei dieser Redoxreaktion als Reduktionsmittel. Bereits nach wenigen Sekunden ist weißglühendes, flüssiges Eisen entstanden, welches nun in den Fügespalt fließt und damit die Schienenenden zur Verschweißung aneinander schmilzt.
Die dabei ablaufende Reaktion wurde von Hans Goldschmidt in den 1890ern entdeckt und 1895 patentiert. Auch heute ist dieses Methode Eisen zu verflüssigen noch im Gebrauch und sogar in den Medien. So konnte man erst kürzlich in einem Artikel von Justin Pope, abgedruckt in der
britischen Presse „The Guardian“, lesen, dass die Thermitmethode am Einsturz des World Trade Center beteiligt gewesen sei. Eine Behauptung, die gar nicht so unmöglich ist, da es sich um eine äußerst kraftvolle Reaktion handelt. Temperaturen von bis zu 3000° C können erreicht werden.
Im Burggymnasium zeigt diese Reaktion den Schülern eindrucksvoll den exothermen Charakter einer Redoxreaktion.
Ernesta Heinrich MSS13
19.05.2012 19:29:08
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