Europa ... mal anders!

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Strasbourg du 18 au 19 juin 2009.

7.30 Uhr Treffen an der Meuthstraße, geplante Abfahrt um 7.45 Uhr. Als wir schließlich gegen 8.15 Uhr losfahren, ist schon eine gute Stimmung im Bus zu spüren. Nach fast drei Stunden Fahrt sind wir endlich da! In Straßburg. Zuerst einmal Strecken nach der Fahrt und dann auf zum Europarat, wo wir alle kontrolliert werden und kleine Plastikschildchen bekommen, die uns als Besucher ausweisen. Unsere Besuchsbegleiterin erklärt uns einige wichtige Dinge über den Europarat, natürlich auch auf Französisch, und dann schauen wir uns dazu einen Kurzfilm an. Danach besichtigen wir den Plenarsaal, in dem die Sitzungen abgehalten werden. Nach unserer circa einstündigen Führung bekommen wir alle Aufkleber und Informationsbroschüren. Jetzt ist erst einmal Mittagpause im „parc de l’orangerie“ angesagt, einem sehr schönen Park mit einem kleinen See. Wir verteilen uns, manche gehen in das kleine Café oberhalb des Sees, andere besuchen den kleinen Zoo des Parks und wieder andere legen sich einfach nur ins Gras. Nach dieser schönen Pause fahren wir mit dem Bus ins Stadtzentrum an die Ill, um eine Bootsrundfahrt zu machen.

Mit dem zum Glück klimatisierten Boot geht es dann weiter, durch mehrere Schleusen zum Europaparlament und wieder zurück. Im Anschluss besichtigen wir das Münster, das nur wenige hundert Meter von der Bootshaltestelle entfernt ist. Einige steigen hoch auf den Turm, um die wunderbare Aussicht zu genießen, andere besichtigen das Münster von innen. Danach laufen wir zurück zum Bus, der uns auf Umwegen endlich zu unserer Jugendherberge, dem „ Ciarus“, bringt. Zuerst bekommen wir einen Film über die Regeln gezeigt. Alle Flure sind videoüberwacht, um 22 Uhr ist Nachtruhe, es gibt einen Nachtwächter und vor manchen Fenstern im Erdgeschoss sind sogar Gitter… Auch die Mehrbettzimmer sind „interessant“: Sobald man die Tür zu einem Achterzimmer öffnet, steht man im Bad, zur Dusche gibt es nur einen Vorhang als Abtrennung. Das Essen ist für „uns Heranwachsende“ leider ein bisschen zu wenig und trifft nicht jedermanns Geschmack. Aber eine Kantine ist ja nie wie bei Muttern und in Frankreich kocht man ein bisschen anders…. Zum Glück gehen wir abends noch einmal in die Altstadt, die nur fünf Minuten entfernt von der Jugendherberge liegt. Die meisten gehen dort noch etwas essen. Um 22.00 Uhr geht es zurück ins Ciarus. Viele fallen nach diesem anstrengenden Tag todmüde ins Bett. Mit einem leichten Hungergefühl beginnt der nächste Tag. Das Frühstück besteht aus einem Croissant, einem „yaourt“ und einem Glas Orangensaft. Hm, très français … Also müssen wir hungrig die Stadtführung um 10.00 Uhr machen. Es stehen zur Auswahl „Straßburg im 18. Jahrhundert“ und „Das jüdische Erbe Straßburgs“. Nach diesen Führungen, teilweise auf Französisch, durften wir wieder in die Stadt. Mittagessen! So gegen 13.00 Uhr fahren wir von der Jugendherberge Richtung Vogesen, zum Höhepunkt unserer Fahrt. Wir besichtigen das KZ Natzweiler-Struthof. Nach einer Stunde Fahrt sind wir dort. Ein Kurzreferat bereitet uns auf den Besuch des Arbeitslagers vor. Es gibt ein Museum, in dem Bilder und Dokumente des Lagers ausgestellt sind. Wie grausam die Deutschen damals waren, ist nicht in Worte zu fassen. Als wir nach fast zwei Stunden zurück an den Bus gehen, herrscht Stille. Wir besuchen noch die Gaskammer des Lagers, circa einen Kilometer vom Hauptlager entfernt. Es ist ein beklemmendes Gefühl. Danach fahren wir wieder zurück über Straßburg nach Kaiserslautern. Wir stehen noch ein paar Mal im Stau und kommen so erst gegen 20.00 Uhr wieder an. Alles in Allem war es eine schöne, interessante und lustige Fahrt der bilingualen Schüler der 8.-10. Klasse. Ein Dank geht auch an die begleitenden Lehrer: Frau Ripperger, Frau Schmid und Herr Grünewald.

Lara von Rhein

Zu "Schuljahr 2009/10"

Matthias Grünewald, letzte Änderung: 16.09.2009 13:36, Dokumenten-ID: 607

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