Schüleraustausch mit Peking 2007

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Schüleraustausch - Seite 4(4) -

-Donnerstag, 05. Juli 2007

 

Besuch von Heidelberg

Nun ja, ein wirklich wettermäßig schöner Tag war heute leider wieder nicht. Das Heidelberger Schloss im Regen und Nahe den Wolken.

Trotzdem fanden unsere chinesischen Gäste das Schloss und die Stadt Heidelberg natürlich sehr sehenswert.

Hunderttausende Besucher zieht das Heidelberger Schloss jährlich an. Mehrfach zerstört und wieder aufgebaut erlebte es eine wechselvolle Geschichte und gehört heute zu den bedeutendsten deutschen Kulturdenkmälern. Es wurde auf einer mittelalterlichen Burganlage oberhalb des Neckars errichtet, deren Alter nicht bekannt ist. Vom 13. bis 18. Jahrhundert diente es den Kurfürsten von der Pfalz als Residenz.

 
Nicht allen schlug der Regen auf die Stimmung, man posierte auch mal unter dem Regenschirm hindurch freundlich lachend in die Kamera.

Sehr sehenswert zudem der prachtvolle Schlossgarten, der einerseits "Lust- und Wandelgarten" war, aber in welchem andererseits auch die Geschütze der Herrscher Stellung bezogen.

 

Beim "Großen Fass" durfte man sich von dem Regen etwas erholen und seine Dimensionen bewundern. Im fürstlichen Weinkeller liegt das 1751 erbaute weltgrößte Fass, das jemals nachweislich gefüllt war. Es hat ein Fassungsvermögen von ca. 220.000 Litern und diente als Weinfass.

 

1958 wurde in einem Schlossteil das Deutsche Apotheken-Museum eröffnet. In Wechselausstellungen  werden unterschiedlichste Themen rund um einzelne Sammlerstücke und die Pharmaziegeschichte allgemein vermittelt. Mit rund 600.000 Besuchern gehört es zu den meistbesuchten Museen Deutschlands.

Der Blick über die Stadt Heidelberg und den Neckar war ebenfalls sehr beeindruckend. Unweit unterhalb des Schlosses überquert die sehr sehenswerte Karl-Theodor-Brücke den Neckar.

Und beim Bummeln in der Altstadt selbst gab es auch mal kurze Regenpausen.

 

 

-Freitag, 06. Juli 2007

Heute war der letzte Tag unserer chinesischen Gäste in Kaiserslautern. In der ersten Schulstunde besuchten die Austauschschüler/Innen nochmals den Unterricht ihrer Austauschpartner. Danach ging es für die chinesischen Kinder und Betreuer zum Shopping in die City. Und hier ließ sich doch einiges finden, zumindest aus den zahlreichen Einkaufstüten der Gäste zu schließen.
Während gegen 12:30 die Verabschiedung der chinesischen Delegation durch Schulleitung und Lehrerkollegium erfolgte, wurde die Shoppingtour am Nachmittag nochmals fortgesetzt. In kleineren Gruppen durchzogen die Kinder die Innenstadt von Kaiserslautern. Familienübergreifend hatten sich Jugendfreundschaften gebildet und so wurde für alle ein passendes Programm für den Nachmittag gefunden.
Zu einem Abschiedsessen lud die Schulleiterin Frau Ute Scheu am Abend die chinesische Delegation in die Gaststätte "Spinnrädl" ein. Wie zu hören war, fand die Speisekarte u.a. mit pfälzischen Spezialitäten, großen Anklang bei den Gästen.
Und eine besondere Attraktion am Abend bot natürlich auch das "Altstadtfest" zum Bummeln und Essen für unsere Gäste.

 

- Samstag, 07. Juli 2007

07:30 Uhr: Tag und Stunde des Abschieds. Heute verlassen uns unsere lieb gewonnen Gäste. Mit dem Bus machen sie noch einen Abstecher nach Paris, um am nächsten Tag von dort aus den Rückflug nach Peking anzutreten.

 (Gruppenbild chinesische und deutsche Betreuer, Schülerinnen und Schüler mit Gasteltern)

 

 

 

 

 

 

 

Vorläufiges Fazit des Schüleraustauschs:

Insgesamt eine absolut sehr gelungene Premiere. Gleichwohl gab es hier und da kleinere Erfahrungen, die es nachzuarbeiten gilt, um für die Zukunft eine weitere Optimierung zu erreichen. Alles keine Probleme größerer Art, aber im Detail hat jede Gastfamilie ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit den Schüler/Innen gemacht, so stand es auch zu erwarten. Beispielhaft sei nur erwähnt, dass die ca. 13-jährigen chinesischen Gäste fast kein Englisch konnten und daher ein von den Gastfamilien gerne gewünschtes näheres Kennenlernen ohne zusätzliche Dolmetscherhilfen nicht möglich war. Auch die Erfahrungen beim Essen waren unterschiedlich. Die meisten Kinder hatten absolut keine Probleme mit der deutschen Küche und haben diese vorbehaltlos genossen. Bei einigen wenigen Kindern war wohl eine kleine Rücksichtnahme im Speiseplan notwendig. Unterschiedlich auch die Familienprogramme während der Besuchswoche. Einige Gastkinder bevorzugten eher den persönlichen und familiären Kontakt, andere suchten fern der Erwachsenenwelt die Gemeinschaft mit chinesischen und deutschen Kindern, um in kleinen Gruppen ein freies und eigenes Jugendprogramm zu gestalten. Aber auch diese Unterschiede stellten kein Problem dar, galt es doch, dem unterschiedlichen Wohlbefinden der Kinder Rechnung zu tragen.

Die Gastfamilien werden sich daher nach den Schulferien zu einem Erfahrungsaustausch treffen, um für die zukünftigen Austauschprogramme ein nochmals weiter optimiertes Angebot zu finden. Für den Anfang ist die Premiere in jedem Fall viel besser gelungen, als es der ein oder andere vielleicht in Anbetracht eines anderen Kulturkreises erwartet hatte.

Schlechte Erfahrungen sind nicht bekannt geworden. Insbesondere haben die Gastkinder versucht, sich schnell in den Gastfamilien zu integrieren. Natürlich hat dies die offene Art der Gasteltern und der deutschen Kinder positiv unterstützt und ermöglicht. Und so wurden Freundschaften länderübergreifend gefunden, die sicher noch eine lange Zeit gepflegt werden. Tränen hier und da beim Abschied zeugen von diesen tief entstandenen Bindungen.

Wir wünschen unseren chinesischen Gästen noch einen sehr schönen Kurzaufenthalt in Paris bis zum morgigen Sonntag und einen guten Heimflug nach Beijing.

So freuen sich insbesondere jetzt schon die deutschen Austauschschüler/Innen auf ihren Gegenbesuch in Beijing im Herbst des Jahres, wo sie wieder ihre jetzigen Gastschüler/Innen treffen werden. Auf ein Wiedersehen in Beijing !

Ausblick in die Zukunft

Wie zu hören war, gab es auf der chinesischen Seiten eine viel größere Nachfrage nach Austausschüler/Innen, die von deutscher Seite (leider) nicht "bedient" werden konnte.
Die guten Erfahrungen des Premierejahres 2007 sollten daher alle Eltern von "Burgschüler/Innen" dazu ermuntern, sich im Interesse ihrer Kinder Gedanken über Teilnahmemöglichkeiten am Austauschprogramm der Folgejahre zu machen.

 

Ein Dankeschön

Allen Beteiligten, Eltern, Kindern und Gästen ist zu danken für ihre Arbeit zum optimalen Gelingen des Austauschs. Die Liste würde sehr lang, wenn wir hier alle aufführen wollten. Stellvertretend seien daher -neben der Schulleitung- die Hauptorganisatoren Herr Weis und Frau Loschky vom BurgGymnasium genannt, Herr Yang Yu als Lehrer der Chinesisch-AGs und Herr Ren als Dolmetscher.

 

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Zu "Chinesisch-AG"

Joachim Klemm, letzte Änderung: 18.11.2007 09:41, Dokumenten-ID: 222

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